Reviews

Selected Articles

Zerrissen, radikal: Immer wieder Beethoven
Walter Weidringer | Die Presse | 16.03.2015

“(…) und der „Wilde“ natürlich Martin Haselböck, der mit seiner Wiener Akademie radikal vorführte, welch ein exzessiv lärmendes, stampfendes Stück diese 7. Symphonie – zumindest auch – ist. (…)”

Den gesamten Artikel finden Sie hier: Die Presse | Walter Weidringer

So hat man Beethoven noch nicht gehört
Peter Jarolin | Kurier | 5.10.2014

“Eines kann man Martin Haselböck gewiss nicht absprechen: Dieser Künstler hat sehr viel Mut und er riskiert auch sehr viel. Denn es ist keineswegs selbstverständlich, ein Projekt wie “RE-SOUND Beethoven” so in die Tat umzusetzen, wie es der Dirigent und Originalklang-Verfechter eindrucksvoll macht. (…)”

“(…) Große Klangerlebnisse im Breitwand-Format sind de facto ausgeschlossen, umso spannender Haselböcks sehr reduzierte Umsetzung beider Werke. Jedes einzelne Instrument wird da zum Hauptdarsteller, eine Flucht in die Emphase ist unmöglich. Und die braucht es auch nicht, denn plötzlich klingt Beethoven so, wie er vielleicht vor 200 Jahren geklungen haben mag. (…)”

Den gesamten Artikel finden Sie hier: Kurier | Peter Jarolin

Historisch informiert – auch in Subventionsfragen
Ljubisa Tosic | derStandard | 21.01. 2014

(…) Und wenn “du in einem Saal spielst, in dem Beethoven gewesen ist und du hast dieselbe Anzahl an Musikern, dieselben Instrumente und dieselbe gefühlsmäßige akustische Umgebung”, dann böte dies ein nicht mehr zu überbietendes Maß an Nähe zum Original. 

Diese Nähe strebt Haselböck an – auch mit einem anderen Projekt: “Wir wollen sämtliche Orchesterwerke Beethovens an Orten der Erst- und Uraufführungen präsentieren. Da ist auch der Landhaussaal in der Herrengasse dabei, den keiner kennt. Sony wird das mitschneiden.” Nicht als Teil des Projekts, aber als Teaser, der neugierig machen darf, könnte man die Aufführung der Missa Solemnis beim Osterklang im Theater an der Wien (16. 4.) verstehen, so Haselböck, der jedoch, was die Finanzierung solcher Projekte anbelangt, Risiko gewohnt ist. (…)

Den gesamten Artikel finden Sie hier: derStandard | Ljubisa Tosic

“Wir wollen etwas Unerhörtes schaffen”
Peter Jarolin | Kurier | 21.05.2014

Musik neu erleben: Martin Haselböcks Projekt “RE-SOUND Beethoven”.Großes Finale im Musikverein und große Pläne für das Jubiläum. Am Mittwoch, findet das letzte Konzert der diesjährigen Saison der Wiener Akademie statt. Martin Haselböck wird dabei unter anderem Ludwig van Beethovens „Tripelkonzert“ mit den Solisten Benjamin Schmid (Violine),  Jan Vogler (Cello) sowie Gottlieb Wallisch (Klavier) dirigieren.

Und auch nächstes Jahr bleiben Dirigent Haselböck und die von ihm gegründete Wiener Akademie Beethoven treu. Wobei das fast untertrieben ist. Zum 30-jährigen Bestehen des Originalklang-Orchesters  hat Haselböck ein besonderes Projekt geplant. Unter dem Titel „RE-SOUND Beethoven“  will der auch als Organist erfolgreiche Künstler dem Publikum „ein bis dato völlig neues, aufregendes Beethoven-Bild“ bieten. „Wir wollen da etwas im wahrsten Sinne des Wortes bisher Unerhörtes schaffen“, so Haselböck im KURIER-Gespräch.

Zurück in die Zukunft 
„Die Idee lag quasi auf der Hand, wurden doch alle Symphonien Beethovens  hier in Wien uraufgeführt. Vier der fünf Uraufführungsorte der neun Symphonien sind noch im Original vorhanden. Wir wollen daher alle Symphonien, ergänzt um weitere Werke Beethovens, an diesen Orten aufführen. Mit originalen Instrumenten und in der damaligen Intensität. Von der Aufstellung des Orchesters und  des Chores bis hin zur Positionierung des Publikums soll Beethoven quasi wieder ,uraufgeführt‘ werden.“ 

In zwei Teilen wird das Projekt „RE-SOUND Beethoven“ stattfinden.  Die erste Konzertserie findet in der Saison 2014/’15 statt.  Im Theater in der Josefstadt, im Landtagssaal des Palais Niederösterreich, in der Akademie der Wissenschaften und im Großen Redoutensaal  der Hofburg wird musiziert. Haselböck: „Das wird für die Menschen musikalisch und  architektonisch interessant.“ 

In der Spielzeit 2015/’16 kommen dann als Aufführungsorte noch der Musikverein und das Theater an der Wien dazu; ein  Sonderkonzert  soll es im „Eroica-Saal“ des Palais Lobkowitz geben.  Alle Konzerte sind (auch in diversen Abo-Konstellationen) ab sofort buchbar. 

Europa im Zentrum
 
Doch Haselböck ist nicht nur Dirigent, sondern auch Forscher. Daher wird es  zu „RE-SOUND Beethoven“  Begleitveranstaltungen  geben. Vorträge, Symposien und Workshops  haben  das Ziel, „Beethoven in seiner  Genialität zu vermitteln“. Weiters werden  alle Symphonien auf CD veröffentlicht. Und: „Es ist   auch eine Tournee angedacht. Immerhin wird es 2015 dann 30 Jahre her sein, dass Beethovens ,Ode an die Freude‘ zur Europa-Hymne gekürt wurde. Wir wollen die 9. Symphonie mit unseren europäischen Partnern in möglichst vielen Städten spielen.“ Hat Haselböck keine Angst vor einem Overkill? „Nein,  von Beethoven kann man nie genug kriegen.”

Den gesamten Artikel finden Sie hier: Kurier | Peter Jarolin